Der Kriminale Inquisitor (Vorankündigung)
Der Roman spielt im 14. Jahrhundert in einer Region des Heiligen Römischen Reichs Deutscher Nation (heute: im weitesten Sinne Deutschland), die man damals Hart und heute als Harz bezeichnet. Es ist die Zeit nach dem Schwarzen Tod, der furchtbaren Pest,der damals rund ein Drittel der Bevölkerung Europas zum Opfer fiel.
Die Menschen litten aber nicht nur an den Nachwirkungen der Pandemie. Sie mussten zusätzlich die Härten ertragen, die eine bereits um 1300 einsetzende kleine Eiszeit, wie sie von den Fachgelehrten genannt wird, über das Land brachte. Die lang anhaltende Kälteepoche, die sich wohl bis Anfang des 15. Jahrhunderts erstreckte, war mit Regen, anhaltenden Kaltfronten und, dadurch bedingt, Missernten und Hungersnöten verbunden.
Es ging auch nach den schlimmen Jahren zwischen 1347 und 1353 immer noch - zumindest in den unteren Schichten der Gesellschaft - ums Überleben. Das spiegelt sich im Roman: Die Menschen wildern in den Wäldern, um für sich und andere das Überleben zu sichern. Zeitgleich zeigt sich die Ungleichheit und Ungerechtigkeit einer Gesellschaft, in der der Adel (insbesonder der Hochadel) in seinen Wäldern das Jagen von Hochwild (Rehe, Hirsche usw.) unter Todesstrafe stellt, während es seine Repräsentanten oft einfach zum Freizeitvertreib abschießen und, weil sie nicht darben müssen wie das einfache Volk, im Wald verrotten lassen.
In diese Situation hinein taucht ein Ermittler in Goslar, dem Schauplatz unserer Handlung, auf. Er untersteht dem Deutschen Orden und wird von diesem immer mal wieder für Kriminalermittlungen beauftragt. In dem, wie er vorgeht und welcher - im Vergleich zu heute primitiven - Hilfsmittel er sich bedient, könnte man ihn durchaus als ersten Pionier der modernen Kriminalistik bezeichnen. Dabei hat er auch etwas von einem Sonderling, Eigenbrödler und eher mit Vorsicht zu genießendem Raubautz, was ihm etwas von einem Wildwest-Sheriff gibt, den es zufällig ins dunkle Mittelalter verschlägt.
Das passiert: Goslar im Jahr 1368 - Jan Granit, ehemaliger Ordensritter und jetziger kriminaler Inquisitor, ist einem Serientäter auf der Spur, der alles daransetzt, eine Adelsfamilie zu dezimieren. Der Killer hinterlässt Zeichen, zu denen ein geheimnisvoller Schneemann und ein zweckentfremdeter Kinderreim zählen. In sein Fadenkreuz gerät auch Isolde, Tochter aus gutem Haus, die als heimliche Wilddiebin selbst ein kleines, dunkles Geheimnis hat. Es gibt aber noch jemanden, der aus ganz anderem Grund auf Rache sinnt.
Der Roman wird im Feuertanz-Verlag, Herzogenrath, veröffentlicht und erscheint vorraussichtlich Ende September 2025.