Fantastische Skulpturen

Hier nun Figuren aus Mythologie, Märchen und Literatur.

Beginnen wir mit den mythologischen Gestalten und anderen Märchenfiguren. Hier stehen Justitia, die Göttin der Gerechtigkeit, und ihr trinkfreudiger Kumpan Gott Bacchus neben einer Kentaurin, Farbenfee, Mary Poppins mit dem Schirm, der Gorgone Medusa, deren Anblick in Stein verwandelt, sowie einem Zauberer (tatsächlich dachte ich an Gandalf) und einer Zauberin.

Ensemble 4: Mythos und Märchen

  • Kentaurin
  • Justitia
  • Zauberin
  • Zauberer
  • Sterntaler
  • Medusa
  • Farbenfee
  • Mary Poppins_1
  • Bacchus



Ensemble 5: Lebendige Literatur

  • Falstaff
  • Hamlet
  • Der kleine (große) Prinz
  • Römer
  • Heinrich V
  • King Lear


Meine Beschäftigung mit literarischen Figuren nahm ihren Anfang mit Shakespeares Hamlet, dem existentialistischen Zauderer, der schon in der Vormoderne, in der Shakespeare lebte, ungewöhnlich modern daherkommt. Danach folgten der kleine Prinz, der nur mit dem Herzen richtig sieht, und Falstaff. 

Falstaff, ebenfalls eine Shakespeare-Figur, ist der trinkfeste, schwadronierende Prinzenkumpan in Henry IV, und so habe ich ihn darzustellen versucht. Neben Falstaff sollte auch eben jener Heinrich nicht fehlen.

Dann noch König Lear. Ich gab Lear eine möglichst existenzialistisch anmutende Gestalt. Eine Figur mit langem Zottelpelz, ganz so wie Klaus Maria Brandauer in seiner Rolle als Lear in der Inszenierung von Peter Stein seinerzeit am Wiener Burgtheater den Lear gab. Der Pelz in Steins Dramaturgie zeigt sehr gut den Absturz im Geschick, die Peripetie der klassischen griechischen Tragödie. Den plötzlichen Umschlag ins Unglück, den Lear erlebt. Vom Königsmantel zum Schäferkostum, flankiert vom Narren mit Schellenkappe in der pastoralen Heide - ein plötzlicher Moment tiefster Erkenntnis.
Dazu gab ich Lear eine Taglilie in die Faust, die dieser gen Himmel schwingt. Die Taglilie galt in China, weil sie nur einen Tag lang blüht, als Blume des Vergessens, und das Vergessen ist der Fluch der Altersdemenz. Die Blüte dieses Menschseins welkt rasch wie die der Taglilie, und Lear scheint von dieser Krankheit gezeichnet, sind seine Handlungen doch so, dass sich eine solche Interpretation anbietet.

Ach ja - dann noch ein Asterix-Römer. Sie wissen schon. So einer, der gern von den beiden gallischen Haudraufs verprügelt wird und dann mit dicker Backe ein "Die spinnen, die Römer" nuschelt.












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